Allgemeine Geschäftsbedingungen

Allgemeines – Geltungsbereich

(1) Unsere Lieferungen und Leistungen erfolgen ausschließlich zu den nachstehenden “Allgemeinen Verkaufs- und Lieferbedingungen”. Diese allgemeinen
Bedingungen gelten auch für alle zukünftigen Geschäfte zwischen den Vertragsparteien, ohne dass es eines erneuten Hinweises auf sie bedarf. Sie
gelten auch dann, wenn wir uns bei späteren Verträgen nicht ausdrücklich auf sie berufen, insbesondere auch dann, wenn wir in Kenntnis entgegenstehender
oder von unseren “Allgemeinen Verkaufs- und Lieferbedingungen” abweichender Geschäftsbedingungen des Kunden Lieferungen oder Leistungen
an den Kunden vorbehaltlos erbringen. Abweichende Bedingungen des Kunden erkennen wir nicht an, es sei denn, wir hätten ihrer Geltung ausdrücklich
schriftlich zugestimmt.

(2) Unsere “Allgemeinen Verkaufs-und Lieferbedingungen” gelten nur gegenüber Unternehmen im Sinne von § 14 BGB, juristischen Personen des
öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtlichen Sondervermögen gemäß § 310 BGB. Unternehmer im Sinne des § 14 BGB sind natürliche oder juristische
Personen oder rechtsfähige Personengesellschaften, die bei Abschluss des Rechtsgeschäftes in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen
beruflichen Tätigkeit handeln.

Angebote – Vertragsabschluss – Leistungsinhalt

(1) Unsere Angebote gegenüber dem Kunden sind unverbindlich. Die Bestellung des Kunden ist bindend im Sinne des § 145 BGB. Wir behalten uns vor,
der Bestellung binnen 2 Wochen nach Zugang schriftlich zu widersprechen. Spätestens jedoch kommt ein Vertrag durch die vorbehaltlose Erbringung
der bestellten Lieferungen oder Leistungen zu der vereinbarten Lieferzeit zustande. Der Kunde hat uns mit Aufnahme der Vertragsverhandlungen
schriftlich auf besondere Anforderungen an die Leistungen im Hinblick auf Beschaffenheit und Einsatzzweck sowie auf andere Risiken hinzuweisen, die
bei Verwendung durch ihn entstehen können.

(2) An Abbildungen, Zeichnungen, Kalkulationen, Plänen und sonstigen Unterlagen behalten wir uns Eigentums- und Urheberrechte vor; dies gilt
insbesondere für solche Unterlagen, die als „vertraulich“ bezeichnet sind. Sie dürfen Dritten nur mit unserer ausdrücklichen schriftlichen Zustimmung
zugänglich gemacht werden und sind auf Verlangen an uns kostenlos zurückzusenden. Die Vervielfältigung solcher Unterlagen und Dokumentation ist
nur im Rahmen betrieblicher Erfordernisse und der urheberrechtlichen Bestimmungen zulässig. Die Vertragspartner verpflichten sich, alle nicht offenkundigen
kaufmännischen und technischen Einzelheiten, die ihnen durch die Geschäftsbeziehung bekannt werden, als Geschäftsgeheimnisse zu behandeln.

(3) Die zu unserem Angebot gehörenden Unterlagen, wie insbesondere Abbildungen, Zeichnungen, Gewichts- und Maßangaben, Leistungs- und
Verbrauchsdaten sowie die technischen Daten und Beschreibungen in den jeweiligen Produktinformationen oder Werbematerialien sind unverbindlich.
Sie stellen weder vereinbarte Beschaffenheit noch Beschaffenheits- oder Haltbarkeitsgarantien der von uns zu liefernden Gegenstände oder der von uns
zu erbringenden Leistungen dar. Es sei denn die Parteien haben etwas anderes vereinbart.

(4) Bei Verkäufen nach Muster oder Probe gewährleisten diese lediglich fachgerechte Probegemäßheit, stellen aber keine Übernahme einer Garantie im
Sinne von § 276 Abs. 1 BGB bzw. keine Garantie für die Beschaffenheit oder Haltbarkeit der von uns zu liefernden Gegenstände im Sinne von § 443 BGB
dar.

(5) Bei Verwendung des Liefergegenstandes außerhalb Deutschlands richtet sich der Lieferumfang für Arbeitsschutz- und Umweltschutzvorrichtungen
nach der getroffenen Vereinbarung, im Zweifel nach den in der Bundesrepublik Deutschland geltenden Vorschriften. Für die Beachtung von gesetzlichen
oder sonstigen Vorschriften am Ort der Verwendung ist der Kunde verantwortlich.

(6) Werden handelsübliche Klauseln über die Art der Lieferung vereinbart, so gelten für die Auslegung die Incoterms der Internationalen Handelskammer
Paris (ICC) in der jeweils aktuellen Fassung, wenn nicht zwischen uns und dem Kunden ausdrücklich etwas anderes schriftlich vereinbart ist.

Preise – Zahlungsbedingungen – Zahlungsverzug

(1) Es gelten die bei Abschluss des jeweiligen Vertrages vereinbarten Preise. Ist ein Preis nicht ausdrücklich bestimmt oder wird der Liefergegenstand
durch den Kunden zu Listenpreisen gekauft, gelten die am Tage der Lieferung gültigen Preise gemäß unserer Preisliste. Sofern im Einzelfall nicht etwas
anderes vereinbart ist, gelten die Preise ausschließlich Verpackung, Versicherung und sonstigen Nebenleistungen. Im Übrigen verweisen wir auf die
Regelungen unter Art. V. (Lieferung – Gefahrübergang).

(2) Die gesetzliche Umsatzsteuer ist nicht in unseren Preisen eingeschlossen; sie wird in gesetzlicher Höhe am Tag der Rechnungsstellung in der
Rechnung gesondert ausgewiesen.

(3) Der Abzug von Skonto bedarf besonderer schriftlicher Vereinbarung.

(4) Sofern im Einzelfall nicht etwas anderes vereinbart wurde, ist der Kaufpreis netto (ohne Abzug) innerhalb von 30 Tagen ab Rechnungsdatum zur
Zahlung fällig. Es gelten die gesetzlichen Regeln betreffend der Folgen des Zahlungsverzugs.

(5) Wir sind berechtigt, eingehende Zahlungen zunächst auf ältere Forderungen, dann auf Kosten und Zinsen der Hauptleistung und erst zuletzt auf die
Hauptleistung selbst anzurechnen. Aufrechnungs- und Zurückbehaltungsrechte stehen dem Kunden nur zu, wenn seine Gegenansprüche rechtskräftig
festgestellt, von uns nicht bestritten oder anerkannt sind. Das Zurückbehaltungsrecht besteht ferner nur, wenn der geltend gemachte Gegenanspruch
auf demselben Vertragsverhältnis wie der Anspruch beruht. Preisänderungen sind zulässig, wenn zwischen Vertragsschluss und vereinbarter Lieferzeit
mehr als 4 Monate liegen. Erhöhen sich danach bis zur Fertigstellung der Lieferung Löhne, die Materialkosten oder die marktmäßigen Einstandspreise
um mehr als 5 Prozent, so sind wir berechtigt, den Preis angemessen entsprechend der Kostensteigerung zu erhöhen. Bei Preisänderungen, die auf
Änderungswünschen des Kunden oder Änderungen der Spezifikation des Kunden beruhen, ist dieser verpflichtet, mit uns eine angemessene Regelung
zu treffen.

Lieferzeiten – Verzug – Höhere Gewalt

(1) Die Einhaltung von vereinbarten Lieferzeiten und/oder Abrufterminen setzt die rechtzeitige und ordnungsgemäße Erfüllung der Verpflichtungen des
Kunden voraus. Dies sind unter anderem die Verpflichtung zur Beibringung der vom Kunden zu beschaffenden Unterlagen, Genehmigungen, Freigaben
sowie die Einhaltung der vereinbarten Zahlungsbedingungen. Die Einrede des nicht erfüllten Vertrages bleibt uns vorbehalten.

(2) Sofern wir verbindliche Lieferzeiten aus Gründen, die wir nicht zu vertreten haben, nicht einhalten können (Nichtverfügbarkeit der Leistung), werden
wir den Kunden hierüber unverzüglich informieren und gleichzeitig die voraussichtliche, neue Lieferzeiten mitteilen. Ist die Leistung auch innerhalb der
neuen Lieferzeit nicht verfügbar, sind wir berechtigt, ganz oder teilweise vom Vertrag zurückzutreten; eine bereits erbrachte Gegenleistung des Kunden
werden wir unverzüglich erstatten. Als Fall der Nichtverfügbarkeit der Leistung in diesem Sinne gilt insbesondere die nicht rechtzeitige
Selbstbelieferung durch unseren Zulieferer, wenn wir ein kongruentes Deckungsgeschäft abgeschlossen haben. Unsere gesetzlichen Rücktritts- und
Kündigungsrechte sowie die gesetzlichen Vorschriften über die Abwicklung des Vertrags bei einem Ausschluss der Leistungspflicht (z. B Unmöglichkeit
oder Unzumutbarkeit der Leistung und/oder Nacherfüllung) bleiben unberührt. Unberührt bleiben auch die Rücktritts- und Kündigungsrechte des
Kunden gem. Art. VII. (Mängelansprüche) und Art. VIII. (Haftung) dieser Allgemeinen Verkaufs- und Lieferbedingungen.

(3) Der Eintritt unseres Lieferverzugs bestimmt sich nach den gesetzlichen Vorschriften. In jedem Fall ist aber eine Mahnung durch den Kunden erforderlich. Geraten wir in Lieferverzug, so kann der Kunde im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen vom Vertrag zurücktreten, falls wir nach Verstreichen einer uns gesetzten angemessenen Nachfrist die Lieferung oder Teile noch nicht versandt haben. In diesem Fall ist der Kunde zum Rücktritt für den ausstehenden Teil berechtigt. Der Kunde kann vom ganzen Vertrag bei Teillieferungen nur dann zurücktreten, wenn er die Teillieferung wegen des Verzuges nicht bestimmungsgemäß verwenden kann. Der Kunde kann vom Vertrag nur zurücktreten, wenn und soweit wir den Verzug zu vertreten haben. Bei einem Dauerschuldverhältnis gilt ausschließlich § 314 BGB.

(4) Wir haften nach den gesetzlichen Bestimmungen, sofern der Lieferverzug auf einer von uns zu vertretenden vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Vertragsverletzung beruht, ein Verschulden unserer Vertreter oder Erfüllungsgehilfen ist uns zuzurechnen. Sofern der Lieferverzug auf einer leicht fahrlässigen Vertragsverletzung beruht, ist die Haftung auf den vorhersehbaren, typischer Weise eintretenden Schaden begrenzt.

(5) Wir sind zu Teillieferungen und Teilleistungen innerhalb der vereinbarten Liefer- und Leistungszeiten berechtigt, wenn dies für den Kunden zumutbar ist.

(6) Kommt der Kunde in Annahmeverzug oder verletzt er schuldhaft sonstige Mitwirkungspflichten, so sind wir berechtigt, den uns insoweit entstehenden Schaden, einschließlich etwaiger Mehraufwendungen ersetzt zu verlangen. Weitergehende Ansprüche bleiben vorbehalten.

(7) Sofern die Voraussetzungen von Abs. (6) vorliegen, geht die Gefahr eines zufälligen Untergangs oder einer zufälligen Verschlechterung der Kaufsache in dem Zeitpunkt auf den Kunden über, in dem dieser in Annahme- oder Schuldnerverzug geraten ist.

(8) Im Falle Höherer Gewalt und sonstiger unvorhersehbarer, unvermeidbarer, außergewöhnlicher und unverschuldeter Umstände (wie u.a. Feuer, Überschwemmungen, Tsunamis, Taifune, Orkane, Erdbeben, Handlungen von Staatsfeinden, staatliche Beschränkungen, Verbote, Enteignungen oder Kontingentierungen durch staatliche Stellen, Embargos, Unruhen, Arbeitskämpfe) sind die Vertragsparteien für die Dauer der Störung und im Umfang ihrer Wirkung von den Leistungspflichten befreit. Dies gilt auch, wenn diese Ereignisse zu einem Zeitpunkt eintreten, in dem sich der betroffene Vertragspartner in Verzug befindet. Die Vertragspartner sind verpflichtet, sich im Rahmen des Zumutbaren unverzüglich die erforderlichen Informationen zu geben und ihre Verpflichtungen den veränderten Verhältnissen nach Treu und Glauben anzupassen. Sind wir auf Grund vorstehend genannter höherer Gewalt an der Lieferung gehindert, so sind wir mithin für die Dauer der Störung berechtigt, die in der Bestellung angegebene Liefermenge zu reduzieren. Wird durch ein vorstehendes Ereignis Höherer Gewalt die Lieferung oder Leistung um mehr als vier Monate verzögert, sind sowohl wir als auch der Kunde unter Ausschluss jeglicher Schadensersatzansprüche berechtigt, hinsichtlich der von der Lieferstörung betroffenen Menge vom Vertrag zurückzutreten.

(9) Wir haben das Recht bei Abrufverträgen, die ohne Vereinbarung von Fertigungs-und Abnahmeterminen zu Stande gekommen sind, eine bindende Festlegung der Lieferfristen oder Liefertermine zu verlangen, wenn 3 Monate nach dem Eingang der Bestellung und/oder Auftragsbestätigung vergangen sind, jedoch Liefertermine oder Lieferzeiten nicht genannt wurden. Kommt der Kunde diesem Verlangen nicht innerhalb von 2 Wochen nach Zugang unserer schriftlichen Aufforderung nach, sind wir berechtigt, dem Kunden für seine angeforderte Erklärung eine angemessenen Nachfrist mit Ablehnungsandrohung zu setzten und nach deren fruchtlosem Ablauf vom Vertrag zurück zu treten. Wir sind weiterhin berechtigt, für die entstandenen Schäden Schadensersatz zu verlangen. Die vorstehende Regelung soll auch für den Fall gelten, dass der Kunde die bei Abrufverträgen vereinbarten Liefermengen nicht oder nicht in der vereinbarten Höhe abruft.

Lieferung – Gefahrenübergang

(1) Die Lieferung erfolgt FCA (Ladestelle Friedrichsdorf im Taunus), oder von uns benannter Ort, gemäß Incoterms in der jeweils aktuellen Fassung, wenn nicht zwischen uns und dem Kunden ausdrücklich etwas anderes schriftlich vereinbart ist.

(2) Die Gefahr geht entsprechend den vereinbarten Incoterms, ansonsten mit der Auslieferung der Liefergegenstände an den Spediteur, an den Frachtführer oder die sonst zur Ausführung der Versendung bestimmten Person oder Anstalt auf den Kunden über, unabhängig davon, ob Teillieferungen erfolgen oder ob der Kunde die Versendungskosten, Anfuhr oder andere Leistungen übernommen hat. Verzögert sich der Versand infolge von Umständen, die der Kunde zu vertreten hat, so geht die Gefahr mit dem Zugang der Anzeige der Versandbereitschaft auf den Kunden über.

(3) Sofern der Kunde es wünscht, werden wir die Lieferung durch eine Transportversicherung eindecken; die insoweit anfallenden Kosten trägt der Kunde.

(4) Sollen unsere Liefergegenstände nach Vereinbarung mit unserem Kunden durch uns versendet werden, erfolgt die Wahl der Versandart und des Versandweges durch uns, falls wir keine abweichenden schriftlichen Vereinbarungen darüber mit unserem Kunden getroffen haben. Auch in diesem Fall gelten die vorstehenden Regelungen.

(5) Für die Rücknahme von Verpackungen gelten gesonderte Vereinbarungen.

Eigentumsvorbehaltssicherung

(1) Die gelieferten Gegenstände bleiben bis zur völligen Bezahlung des Kaufpreises und aller sonstigen gegenwärtigen oder zukünftigen Forderungen, die uns aus der Geschäftsverbindung gegen den Kunden zustehen, unser Eigentum. Bei vertragswidrigem Verhalten des Kunden, insbesondere bei Zahlungsverzug, sind wir berechtigt, die Liefergegenstände zurückzunehmen. In der Zurücknahme der Liefergegenstände durch uns liegt ein Rücktritt vom Vertrag. Wir sind nach der Rücknahme der Liefergegenstände zu deren Verwertung befugt, der Verwertungserlös ist auf die Verbindlichkeiten des Kunden –abzüglich angemessener Verwertungskosten- anzurechnen.

(2) Der Kunde ist verpflichtet, die von uns gelieferten Gegenstände pfleglich zu behandeln; insbesondere ist er verpflichtet, diese auf eigene Kosten gegen Abhandenkommen und Beschädigung und Zerstörung, wie z.B. Feuer-, Wasser- und Diebstahlschäden ausreichend zum Neuwert zu versichern. Der Kunde tritt seine Ansprüche aus den Versicherungsverträgen schon jetzt an uns ab. Wir nehmen diese Abtretung an.

(3) Der Kunde darf die in unserem Eigentum stehenden Liefergegenstände weder verpfänden noch sicherungsübereignen. Bei Pfändungen oder sonstigen Eingriffen Dritter hat uns der Kunde unverzüglich schriftlich zu benachrichtigen, damit wir Klage gemäß § 771 ZPO erheben können. Soweit der Dritte nicht in der Lage ist, uns die gerichtlichen und außergerichtlichen Kosten einer Klage gemäß § 771 ZPO zu erstatten, haftet der Kunde für den uns entstandenen Ausfall.

(4) Der Kunde ist nach Maßgabe der nachfolgenden Bestimmungen berechtigt, die gelieferten Gegenstände im ordnungsgemäßen Geschäftsgang weiter zu verkaufen; er tritt uns jedoch bereits jetzt alle Forderungen, die ihm aus der Weiterveräußerung gegen seine Abnehmer oder Dritte erwachsen, und zwar unabhängig davon, ob der Liefergegenstand ohne oder nach Verarbeitung weiter verkauft worden ist, in Höhe des Faktura – Endbetrages (einschließlich USt) unserer Forderung mit Rang vor dem restlichen Teil seiner Forderungen ab. Zur Einziehung dieser Forderungen bleibt der Kunde auch nach der Abtretung ermächtigt. Unsere Befugnis, die Forderungen selbst einzuziehen, bleibt hiervon unberührt. Wir verpflichten uns jedoch, die Forderung nicht einzuziehen, solange der Kunde seinen Zahlungsverpflichtungen aus den vereinnahmten Erlösen nachkommt, nicht in Zahlungsverzug gerät und insbesondere kein Antrag auf Eröffnung eines Vergleichs- oder Insolvenzverfahrens gestellt ist oder Zahlungseinstellung vorliegt. Ist aber dies der Fall, so können wir verlangen, dass der Kunde uns die abgetretenen Forderungen und deren Schuldner bekannt gibt, alle zum Einzug erforderlichen Angaben macht, die dazugehörigen Unterlagen aushändigt und den Schuldnern (Dritten) die Abtretung mitteilt.

(5) Auf unser Verlangen hat der Kunde seine an uns abgetretenen Forderungen einzeln nachzuweisen und seinen Schuldnern die erfolgte Abtretung bekannt zu geben mit der Aufforderung, bis zur Höhe unserer Ansprüche gegen den Kunden an uns zu zahlen.

(6) Die Be- und Verarbeitung oder Umbildung der von uns unter Eigentumsvorbehalt gelieferten Gegenstände durch den Kunden erfolgt stets für uns, ohne dass uns hieraus Verbindlichkeiten erwachsen. Werden die von uns unter Eigentumsvorbehalt gelieferten Gegenstände mit anderen, uns nicht gehörenden Gegenständen verarbeitet, so erwerben wir das Miteigentum an der neuen Sache im Verhältnis des Wertes der von uns gelieferten Gegenständen (Fakturaendbetrag, einschließlich Umsatzsteuer) zu den anderen verarbeiteten Gegenständen zur Zeit der Verarbeitung. Für die durch die Verarbeitung entstehende Sache gilt im Übrigen das Gleiche wie für die unter Vorbehalt gelieferte Liefergegenständen.

(7) Werden die von uns unter Eigentumsvorbehalt gelieferten Gegenstände mit anderen, uns nicht gehörenden Gegenständen untrennbar vermischt oder verbunden, so erwerben wir das Miteigentum an der neuen Sache im Verhältnis des Wertes der von uns gelieferten Ware (Fakturaendbetrag, einschließlich Umsatzsteuer) zu den anderen vermischten oder verbundenen Gegenständen zum Zeitpunkt der Vermischung oder Verbindung. Erfolgt die Vermischung oder Verbindung in der Weise, dass die Sache des Kunden als Hauptsache anzusehen ist, so gilt als vereinbart, dass der Kunde uns anteilmäßig Miteigentum überträgt. Der Kunde verwahrt das so entstandene Alleineigentum oder Miteigentum für uns. Der Kunde ist berechtigt, im Rahmen des ordnungsgemäßen Geschäftsbetriebes über die durch Be- oder Verarbeitung oder Umbildung oder Verbindung oder Vermischung neu entstandenen Produkte im ordentlichen Geschäftsgang zu verfügen, solange er seinen Verpflichtungen aus der Geschäftsbeziehung mit uns rechtzeitig nachkommt.

(8) Der Kunde ist jedoch unter keinen Umständen zum Weiterverkauf oder zur sonstigen Verwertung unter Vereinbarung eines Abtretungsverbotes mit seinem Besteller, zur Verpfändung oder Sicherungsübereignung dieser neuen Produkte befugt. Der Kunde tritt seine Forderungen aus dem Verkauf dieser neuen Produkte, an denen uns die Eigentumsrechte zustehen, schon jetzt im Umfang unseres Eigentumsanteils an den verkauften Gegenständen zur Sicherung an uns ab. Wenn der Kunde die gelieferten Gegenstände mit einer Hauptsache verbindet oder vermischt, tritt er bereits jetzt seine Ansprüche gegen den Dritten bis zur Höhe des Wertes unserer Liefergegenstände an uns ab. Wir nehmen diese Abtretungen hiermit an.

(9) Wir verpflichten uns, die uns zustehenden Sicherheiten auf Verlangen des Kunden insoweit freizugeben, als der realisierbare Wert unserer Sicherheiten unsere zu sichernden Forderungen gegen den Kunden um mehr als 10 % übersteigt; die Auswahl der freizugebenden Sicherheiten obliegt uns.

Mängelansprüche

(1) Mängelansprüche des Kunden setzen voraus, dass dieser seinen nach § 377 HGB geschuldeten Untersuchungs- und Rügeobliegenheiten ordnungsgemäß nachgekommen ist. Die Mängelanzeige hat schriftlich zu erfolgen. In der Zeit von der Lieferung bis zur Mängelrüge trägt der Kunde die Beweislast für den sachgerechten Umgang mit der gelieferten Ware und ihre produktspezifische Lagerung.

(2) Mängelansprüche bestehen nur, wenn der Kunde uns alle von uns für erforderlich gehaltenen Informationen zur Feststellung der Fehlerursache an den gelieferten Gegenständen und den Umfang unserer Verantwortlichkeit unverzüglich zur Verfügung stellt, die gelieferten Gegenstände an uns unverzüglich zurücksendet und/ oder uns die Möglichkeit eigener Ermittlungen auch vor Ort einräumt. Wird ein Fehler nicht festgestellt oder kann ein Fehler nicht gefunden werden, trägt der Kunde die Kosten der Ermittlung der Fehlerursache.

(3) Beschaffenheits- und Haltbarkeitsgarantien für besondere Merkmale (zugesicherte Eigenschaften) sowie sonstige selbständige Garantieverpflichtungen werden nur übernommen, wenn sie als solche schriftlich vereinbart sind.

(4) Bei einer verspäteten oder nicht ordnungsgemäß geltend gemachten Mängelrüge verliert der Kunde seine Mängelansprüche, es sei denn, der Mangel ist von uns arglistig verschwiegen worden.

(5) Soweit ein Mangel der Liefergegenstände vorliegt, sind wir nach unserer Wahl zur Nacherfüllung in Form einer Mängelbeseitigung (Nachbesserung) oder zur Lieferung einer neuen mangelfreien Sache (Ersatzlieferung) berechtigt. Der Kunde hat uns die zur geschuldeten Nacherfüllung erforderliche Zeit und Gelegenheit zu geben, insbesondere die beanstandete Ware zu Prüfzwecken zu übergeben. Im Falle der Ersatzlieferung hat uns der Kunde die mangelhafte Sache nach den gesetzlichen Vorschriften zurückzugeben.

(6) Im Falle der Mangelbeseitigung sind wir verpflichtet, alle zum Zwecke der Mangelbeseitigung erforderlichen Aufwendungen, insbesondere Transport-, Wege-, Arbeits- und Materialkosten zu tragen, soweit sich diese nicht dadurch erhöhen, dass die Liefergegenstände nach einem anderen Ort als dem Erfüllungsort verbracht wurden Stellt sich jedoch ein Mangelbeseitigungsverlangen des Kunden als unberechtigt heraus, können wir die hieraus entstandenen Kosten vom Kunden ersetzt verlangen.

(7) Wenn die Nacherfüllung fehlgeschlagen ist oder eine für die Nacherfüllung von dem Kunden zu setzende angemessenen Frist erfolglos abgelaufen oder nach den gesetzlichen Vorschriften entbehrlich ist, kann der Kunde vom Vertrag zurücktreten oder den Kaufpreise mindern. Bei einem unerheblichen Mangel besteht jedoch kein Rücktrittsrecht.

(8) Ansprüche des Kunden auf Schadensersatz bzw. Ersatz vergeblicher Aufwendungen bestehen nur nach Maßgabe von den Bestimmungen unter Art. VIII (Haftung) und sind im Übrigen ausgeschlossen.

(9) Rückgriffansprüche des Kunden gegen uns gemäß § 478 BGB bestehen nur insoweit, als der Kunde mit seinem Abnehmer keine über die gesetzlichen Mängelansprüche hinausgehenden Vereinbarungen getroffen hat.

Haftung

(1) Soweit sich aus diesen Allgemeinen Verkaufs-und Lieferbedingungen einschließlich der nachfolgenden Bestimmungen nichts anderes ergibt, haften wir gemäß den nachfolgenden Bestimmungen. Schadens- oder Aufwendungsersatzansprüche des Kundengleich aus welchem Rechtsgrund- sind ausgeschlossen, soweit der Schaden nicht auf einer vorsätzlichen oder grobfahrlässigen Pflichtverletzung oder auf der Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht durch uns, unseren gesetzlichen Vertreter oder unsere Erfüllungsgehilfen beruht. Eine wesentliche Vertragspflicht ist eine solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht, insbesondere unsere Pflicht zur Lieferung der ggf. herzustellenden Ware einschließlich der Übergabe der Liefergegenstände und der Verschaffung von Besitz und Eigentum daran.

(2) Die Schadensersatzansprüche des Kunden beschränken sich auf die vertragstypischen vorhersehbaren Schäden, soweit uns, unseren gesetzlichen Vertretern oder Erfüllungsgehilfen lediglich leichte Fahrlässigkeit zur Last fällt.

(3) Die Ausschlüsse der Haftung bzw. Beschränkung der Haftung gemäß Abs. (1) und Abs. (2) gelten nicht für Ansprüche aus Produkthaftung. Sie gelten ferner nicht für Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit. Sie gelten außerdem nicht, wenn ein Mangel arglistig verschwiegen worden ist oder eine Garantie für die Beschaffenheit der Liefergegenstände übernommen worden ist.

(4) Wegen einer Pflichtverletzung, die nicht in einem Mangel besteht, kann der Kunde nur zurücktreten oder kündigen, wenn wir die Pflichtverletzung zu vertreten haben. Ein freies Kündigungsrecht des Kunden (insbesondere gem. §§ 651, 649 BGB) wird ausgeschlossen. (5) Im Übrigen gelten die gesetzlichen Voraussetzungen und Rechtsfolgen.

Verjährung

(1) Der Anspruch auf Nacherfüllung verjährt 12 Monate nach Gefahrübergang, bzw. sofern vorliegend nach Abnahme des Liefergegenstandes. Ein Neubeginn der Verjährung tritt nur im Falle der Ersatzlieferung der mangelhaften Sache ein. Im Falle der Nachbesserung ist der Neubeginn der Verjährung, soweit es sich nicht nachweislich um die Folgen der Nachbesserung handelt, ausgeschlossen.

(2) Die Ansprüche auf Minderung der Vergütung und die Ausübung des Rücktrittsrechts sind ausgeschlossen soweit der Anspruch auf Leistung oder Nacherfüllung verjährt ist. Die Verjährungsfrist im Falle des Lieferantenregresses nach §§ 478,479 BGB bleibt unberührt. Sie läuft frühestens zwei Monate nach dem Zeitpunkt ab, in welchem der Kunde die Ansprüche des Verbrauchers erfüllt hat.

(3) Die Verjährungsfrist von 12 Monaten gemäß Absatz (1) gilt auch für sämtliche Schadensersatzansprüche gegen uns, die mit einem Mangel im Zusammenhang stehen. Soweit Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden, die nicht mit einem Mangel im Zusammenhang stehen, gilt eine Ausschlussfrist von 18 Monaten. Die Frist beginnt mit der Kenntnis des Schadens und der Person des Schädigers.

(4) Die Verjährungsfrist von 12 Monaten gemäß vorstehend Absatz (1) und (3) gilt nicht im Falle des Vorsatzes und des arglistigen Verschweigens eines Mangels. Sie gilt desweiteren nicht für Schadensersatzansprüche wegen der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit und für Ansprüche nach dem Produkthaftungsgesetz. In diesen Fällen gelten die gesetzlichen Verjährungsfristen.

(5) Im Falle der Nacherfüllung auf reiner Kulanzbasis, erfolgt diese ohne Anerkennung einer Rechtspflicht und ist ein Neubeginn der Verjährung damit nicht verbunden.

Gewerbliche Schutzrechte – Urheberrechte

(1) Wir haften nur für Ansprüche, die sich bei vertragsgemäßer Verwendung der Liefergegenstände aus der Verletzung von Schutzrechten und Urheberrechten
Dritter (im Folgenden: Schutzrechte) ergeben, von denen mindestens eines aus der Schutzrechtsfamilie entweder in Deutschland oder vom
Europäischen Patentamt veröffentlicht ist. Sofern ein Dritter wegen der Verletzung von Schutzrechten durch von uns erbrachte, vertragsgemäß genutzte
Liefergegenstände gegen den Kunden berechtigte Ansprüche erhebt, haften wir gegenüber dem Kunden innerhalb der in Art. IX (Verjährung) hier unter
(1) bestimmten Frist wie folgt:

(1) Wir werden nach unserer Wahl für die betreffenden Liefergegenstände entweder ein Nutzungsrecht erwirken, diese so ändern, dass das Schutzrecht
nicht verletzt wird oder diese austauschen. Ist uns dies nicht zu angemessenen Bedingungen möglich, stehen dem Kunden die gesetzlichen Rücktrittsund
Minderungsrechte zu.

(2) Unsere Pflicht zur Leistung von Schadensersatz richtet sich nach Art. VIII (Haftung).

(3) Die vorstehend genannten Verpflichtungen bestehen nur, soweit der Kunde uns über die vom Dritten geltend gemachten Ansprüche unverzüglich
schriftlich verständigt, eine Verletzung nicht anerkennt und uns alle Abwehrmaßnahmen und Vergleichsverhandlungen vorbehalten bleiben. Stellt der
Besteller die Nutzung der Lieferung aus Schadensminderungs- oder sonstigen wichtigen Gründen ein, ist er verpflichtet, den Dritten darauf hinzuweisen,
dass mit der Nutzungseinstellung kein Anerkenntnis einer Schutzrechtsverletzung verbunden ist.

(2) Ansprüche des Kunden sind ausgeschlossen, soweit er die Schutzrechtsverletzung zu vertreten hat.

(3) Ansprüche des Kunden sind ferner ausgeschlossen, soweit die Schutzrechtsverletzung durch spezielle Vorgaben des Kunden, durch eine von uns
nicht voraussehbare Anwendung oder dadurch verursacht wird, dass die Lieferung vom Kunden verändert oder zusammen mit nicht von uns gelieferten
Produkten eingesetzt wird.

(4) Soweit wir nicht nach Art. X. (1) – (3) haften, stellt der Kunde uns von allen Ansprüchen Dritter frei.

(5) Die Vertragspartner verpflichten sich, sich unverzüglich von bekannt werdenden Verletzungsrisiken und angeblichen Verletzungsfällen schriftlich zu
unterrichten und sich Gelegenheit zu geben, entsprechenden Ansprüchen einvernehmlich entgegenzuwirken.

(6) Auf Anfrage des Kunden werden wir die Benutzung von veröffentlichten und unveröffentlichten eigenen und von lizenzierten Schutzrechten und
Schutzrechtsanmeldungen an dem Liefergegenstand mitteilen.

Erfüllungsort – Gerichtsstand – anwendbares Recht

(1) Erfüllungsort und Gerichtsstand für alle Ansprüche zwischen uns und dem Kunden, sofern er Kaufmann im Sinne des Handelsgesetzbuches (HGB)
oder juristischen Personen des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtlichen Sondervermögen ist, ist der Sitz unseres Unternehmens, soweit nicht
zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen. Wir haben jedoch das Recht, Klagen gegen einen Kunden auch an dessen allgemeinem gesetzlichen
Gerichtsstand anhängig zu machen.

(2) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland; die Anwendung des Übereinkommens der Vereinten Nationen über internationale Warenkaufverträge
vom 11. April 1980 (CISG) ist ausgeschlossen.

Verbindlichkeit des Vertrages – sonstige Bestimmungen

(1) Sollte eine Bestimmung dieses Vertrages ganz oder teilweise unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, so wird dadurch die Gültigkeit der
übrigen Bestimmungen dieses Vertrages nicht berührt. Das Gleiche gilt, wenn und soweit sich in diesem Vertrag eine Lücke herausstellen sollte.

(2) Alle Vereinbarungen, die zwischen uns und unserem Kunden zwecks Ausführung dieses Vertrages getroffen werden, sind in diesem Vertrag
schriftlich niedergelegt.

(3) Im Einzelfall getroffene, individuelle Vereinbarungen mit dem Kunden (einschließlich Nebenabreden, Ergänzungen und Änderungen) haben in jedem
Fall Vorrang vor diesen Allgemeinen Verkaufs- und Lieferbedingungen. Für den Inhalt derartiger Vereinbarungen ist ein schriftlicher Vertrag bzw. unsere
schriftliche Bestätigung maßgebend. Rechtserhebliche Anzeigen oder Erklärungen, die nach Vertragsschluss uns gegenüber abzugeben sind, bedürfen
zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform.

Alternative Streitbeilegung gemäß Art. 14 Abs. 1 ODR-VO und § 36 VSBG:

Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS) bereit, die Sie unter http://ec.europa.eu/consumers/odr/ finden. Zur Teilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle sind wir nicht verpflichtet und nicht bereit.

Gültig ab 01.12.2015